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Die Google Search Appliance und das
Umweltinformationssystem Baden-Württemberg
Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat das Ziel, die natürlichen
Lebensgrundlagen langfristig zu erhalten und damit den Wirtschaftsstandort und
die hohe Lebensqualität auch in Zukunft zu sichern. Gemeinsam mit der LUBW
Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz informiert es Bürgerinnen
und Bürger, aber auch nachgeordnete Behörden über die vielen, spannenden
Umweltthemen. Das Umweltinformationssystem Baden-Württemberg (UIS BW) mit
seinem Umweltportal (www.umwelt-bw.de) präsentiert umfassende Informationen:
Es bietet kurze Übersichtsdarstellungen zum Umwelt- und Naturschutz, ausführliche
Berichte und Leitfäden auch für Spezialisten bis hin zu Messwerten aus den
zahlreichen landesweiten Messnetzen.
Die Herausforderung
Eine EU-Richtlinie, die in Umweltinformationsgesetzen von Bund und Ländern in
deutsches Recht umgesetzt wurde, verpflichtet Behörden nicht nur, den Bürgern
Umweltinformationen zugänglich zu machen, sondern diese Informationen auch
aktiv zu verbreiten. Dabei stellte sich besonders eine technische Herausforderung:
Die relevanten Umweltinformationen liegen in vielen verschiedenen Formaten wie
HTML, PDF, DOC und anderen vor und sind über zahlreiche Internetangebote verteilt.
Messdaten sind in verschiedenen Umweltdatenbanken gespeichert und nur über
komplexe Suchformulare erreichbar. So existieren alleine in Baden-Württemberg
einige hundert behördliche Informationsquellen. Um diese Herausforderung für
alle Seiten zufriedenstellend meistern zu können, nahmen das Umweltministerium
Baden-Württemberg und die LUBW die Planung eines komplett neuen Umweltportals
im Internet in Angriff.
In einem Kooperationsprojekt mit den Umweltministerien der Länder Sachsen-Anhalt
und Thüringen wurden dazu die gemeinsamen Ressourcen gebündelt und eine
einheitliche technische Basis realisiert. Das Land Baden-Württemberg nutzte
bislang eine Open-Source-Suchmaschine. Mit dem Ausbau auf drei Bundesländer
waren jedoch die Kapazitätsgrenzen dieser Software erreicht. Zudem sollte die
Qualität der Suchergebnisse deutlich verbessert werden. Bislang gab es zu viele
nicht relevante oder nicht nachvollziehbare Suchergebnisse, Inhalte aus den
Umweltdatenbanken konnten mit der Suchmaschine gar nicht gefunden werden.
Nach Sichtung des Marktes für entsprechende Suchmaschinen wurde schnell
klar, dass die Technologie von Google, die in der Google Search Appliance (GSA)
gebündelt ist, den größten Nutzen für den Einsatz versprach.
Erstes Ziel des neuen Landesumweltportals ist es, einen leichten Zugang zu
behördlichen Umweltinformationen zu schaffen. Die Suche sollte also denkbar
einfach sein, möglichst so, wie es jeder von seiner tagtäglichen Volltextsuche im
Internet gewohnt ist. Was lag daher näher, als das Angebot von Google zu nutzen.
Die Suche mit der Google Search Appliance (GSA) funktioniert ebenso einfach wie
mit der „normalen“ Google-Suchmaske im Internet, die das Suchverhalten der
meisten Nutzer nachhaltig geprägt hat. Damit kann dem Wunsch, mit möglichst
minimalem Aufwand zu möglichst relevanten Ergebnissen zu gelangen, Folge
geleistet werden. Ein zweites Ziel bei der Implementierung der GSA war eine
behörden-interne Arbeitserleichterung. Mitarbeitern sollte ein schnellerer Zugriff
auf die gesuchten Informationen ermöglicht werden.
Die Lösung
Die Google Enterprise Partnerfirma TWT aus Düsseldorf installierte im
Dezember 2007 die GSA bei der LUBW. Schon die ersten Test-Resultate
sahen ausgesprochen vielversprechend aus. So gelang es beispielsweise, durch
ein in die Administrationskomponente der GSA integriertes Analysewerkzeug
in kurzer Zeit eine Vielzahl bisher unentdeckter Fehler wie beispielsweise
tote Links oder mehrfach indizierte Seiten in den zu durchsuchenden
Umweltinformationsangeboten zu finden. Insgesamt konnten sehr schnell erste
Indizierungen und Suchen durchgeführt werden. Innerhalb von drei Wochen
nach einem Einführungsworkshop war der erste vollständige und mit Filtern
verfeinerte Volltextindex der drei Umweltportale im Umfang von rund 250.000
Webseiten für Tests verfügbar. Mit der Integration des Umweltthesaurus, der
Umweltdatenbanken und des Umweltdatenkatalogs Baden-Württemberg Mitte
März 2008 wurde das Projektziel der LUBW für das erste Quartal mehr als erfüllt.
Inzwischen werden rund 500.000 Webseiten und Datenbankeinträge durchsucht.
Viele der Erwartungen, die das Umweltministerium und die LUBW mit dem
Einsatz der Google-Technologie verbunden hatte, gingen bereits in Erfüllung,
so zum Beispiel die eingängige Bedienbarkeit durch den Nutzer, die einfache
Administration und Pflege, die Verbesserung der Relevanz der Treffer sowie die
Aufsplittung des Suchdienstes in drei getrennte Suchbereiche analog zu den drei
momentan teilnehmenden Bundesländern Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt
und Thüringen.
Produkt
Google Search Appliance 4.64 und 5.0 (GB 1001)
Das Ergebnis
Sofort nach der testweisen Freischaltung des Portals nutzten einige Webmaster
des Ministeriums und der Landesanstalt schon das „Test-Frontend“ der GSA, da
die gesuchten Informationen damit bereits jetzt erheblich schneller und einfacher
gefunden werden. Die Akzeptanz und die Motivation bei den Projektmitarbeitern
sind ausgezeichnet. Der Entwickler der Umweltportale, Thorsten Schlachter vom
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), sagte nach den ersten Wochen mit der
Google-Technologie: „Es macht einfach richtig Spaß, mit der GSA zu arbeiten.
Man kommt schnell voran und sieht super Ergebnisse.“ Die Projektleiterin Renate
Ebel von der LUBW ist begeistert von ihrem „Umweltgoogle“. Sie erhält laufend
interessierte Anfragen über das erfolgreiche Projekt und gibt darüber gerne
Auskunft.
Ein Feedback der Bürger steht zum jetzigen Zeitpunkt noch aus. Die offizielle
Freischaltung für die breite Öffentlichkeit erfolgte am 1. Juli 2008 durch die
Umweltministerin des Landes Baden-Württemberg Tanja Gönner.
Info zur Google Search Appliance
Die Google Search Appliance ist eine integrierte Suchlösung für Geschäftskunden,
die die preisgekrönte Suchtechnologie von Google auf Intranets und Websites
ausdehnt. Drei Modelle der Google Search Appliance stehen zur Verfügung: die
GB-1001 für Abteilungen und mittelständische Unternehmen, die GB-5005
für dedizierte Suchdienste mit hoher Priorität wie Kunden ansprechende
Websites und unternehmensweite Intranet-Anwendungen, sowie die GB-8008
für zentralisierte Einsätze zur Unterstützung globaler Unternehmenseinheiten.
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Sie sich für weitere Informationen bitte an unseren
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